Wenn Sie sich mit einem einzigen Wort beschreiben sollten, welches würde es sein?
Enthusiast, eine wertvolle Eigenschaft, falls sie nicht schnell verschwindet.
Welche ist Ihre Lebenspolitik (Lebensphilosophie)?
Wenn nicht du – wer, wenn nicht jetzt – wann? Und noch was: Hate something, change something, make something better.
Würden Sie im Ausland leben?
Wahrscheinlich ja, aber nicht für lange.
Seit wann sind Sie im Geschäft?
Seit ungefähr 9 Jahren.
Falls Sie sich entscheiden, für sich ein Werbeinserat zu machen, aber nur einziges Medium dafür wählen dürfen, welches wird es sein?
Aula in einer Universität.
Was verstehen Sie unter dem Begriff „Werbung“?
Die Werbung ist eine berufliche Kommunikation. Sie soll einen rationalen oder emotionalen Mehrwert rund um ein Produkt oder einenBrand herstellen, was zum Verbrauch motivieren soll. Ich bin ein Anhänger der schwachen Theorie über die Wirkung der Werbung – die Werbung informiert und reserviert dem Produkt oder dem Brand einen Platz im Bewusstsein der Konsumenten, sie kann schlecht Einstellungen verändern.
Kann man in Bulgarien eine gute Ausbildung im Werbebereich bekommen?
Die bulgarische Ausbildung im Werbebereich ist defokussiert.
Würden Sie ehrenamtlich für eine edle Sache arbeiten?
Ja.
Glauben Sie an die Daten der Forschungsagenturen?
Ich würde gerne ihnen glauben und ich bemühe mich ihnen zu glauben. Sie sind eine sehr wertvolle Informationsquelle, aber manchmal bemerke ich unangenehme Nichtübereinstimmungen.
Was inspiriert Sie?
Das Unerforschte, die denkenden Menschen, der Beifall, die Rhodopen, die mittelalterlichen Intellektuellen, manchmal auch die unverbindlichen Gespräche.
Wurden Sie irgendwann bestochen?
Nein.
Haben Sie jemanden bestochen?
Leider ja. Doch es wäre schön, wenn man einen klaren Unterschied zwischen Bestechung und Bescherung machen kann.
Hat die Werbebranche Zukunft, obwohl die PR-Fachleute ihren Untergang vorhersagen?
Die Frage ist nicht ganz richtig gestellt – nicht nur die PR-Fachleute und nicht alle davon reden von einem Untergang der Werbebranche, und dazu völlig unberechtigt. Die Wahrheit ist, dass die Werbebranche keinen Untergang erfährt, obwohl die PR-Branche im Aufschwung ist – sie als kommunizierende Gefäße zu betrachten, wäre eine ganz falsche Idee. Die Entgegensetzung, die wir machen müssen, ist „eine gute Werbung gegenüber einer schlechten Werbung“ oder „gute PR gegenüber schlechter PR“ und nicht „Werbung gegenüber PR“ oder „PR anstatt Werbung“.
Worin besteht der Unterschied zwischen PR und Werbung?
(1) Die PR basiert auf die Unterstützung von Drittseiten wie Medien, Meinungsformer usw., die Werbung dagegen kommuniziert direkt.
(2) bei der Werbung lässt sich die Information, die vom Namen der Firma ausgeht, kontrollieren, und bei der PR – nicht ganz;.
(3) bei der Werbung reden wir von einem direkten Bezahlen, bei der PR dagegen geht es um Anlagen..
Woher informieren Sie sich über die Neuigkeiten in der Branche?
Von Kollegen, Zeitungen, Zeitschriften, vom Internet.
WelchistihrLieblingsgetränk?
Am Morgen – Kaffee, am Abend – Wodka, rein.
WelcheistihreLieblingswerbung?
Eine Werbung von Buchläden, mir fällt es schwer sie mit paar Worten zu beschreiben, einige der Werbungen von Johnnie Walker, die Grrr-Kampagne für Honda, woher das als Lebensphilosophie obenerwähnte „Hatesomething, changesomething“ stammt – die Idee ist revolutionär, der Clip ist großartig.
Gibt es hierzulandeeineunloyaleKonkurrenz inderWerbungsbranche?
Leider ja.
Soll es eine gesetzliche Regelung geben, die die Höhe der Preisnachlässe bestimmt, die (von den Medien) den unmittelbaren Werbeinserenten und Werbeagenturen gewährleistet werden?
Nein, ich denke nicht. Der Markt ist der beste Regulator – egal, ob wir über Liutenitza, über Werbung oder über was es auch immer, reden.
Was möchten Sie ihren Kollegen sagen?
Den Kollegen aus den Firmen – nehmt ihr euch nicht so ernst, den Kollegen aus den Agenturen – beginnt euch ernst zu nehmen.